Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Firebird & Rite of Spring

von Iván Pérez mit Musik von Igor Strawinsky

EN

Empfohlen ab 16 Jahren

1910 und 1913 feierten in Paris »Der Feuervogel« und »Le sacre du printemps« ihre Uraufführung. Mit Musik von Igor Strawinsky und Choreografien von Michel Fokine und Vaslav Nijinsky markieren beide Ikonen der Tanzgeschichte nicht nur einen Höhepunkt der Balletttradition, sondern auch einen deutlichen Bruch.
Während in »Der Feuervogel« die exotische Figur des Feuervogels den Blick auf sich zieht, zeigt »Le sacre du printemps« eine geschlossene Gemeinschaft, die eines ihrer Mitglieder zum Opfer bringt – ein Vorgang, der das Verfremden von dem, was einmal bekannt war, impliziert. Mit seiner neuen Kreation »Firebird & Rite of Spring« will der künstlerische Leiter des Dance Theatre Heidelberg, Iván Pérez, die unterschiedlichen Handlungen neu denken. In Zusammenarbeit mit Elias Grandy und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg hinterfragt er die Wirkung eines fremden Elements auf ein gegebenes soziales Arrangement.

Als Einführung hören Sie hier ein Interview in englischer Sprache mit dem Choreografen Iván Pérez. Die Fragen stellte Tanzdramaturg Marcos Mariz.

Termine

Mi 21 September
Wiederaufnahme
Marguerre-Saal

Firebird & Rite of Spring

von Iván Pérez mit Musik von Igor Strawinsky

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Änderungen vorbehalten

Wissenschaftliche Unterstützung Christoph Flamm
Inspizienz Sandra Wisotzki
Bühnenbildassistenz Rimma Elbert

Physiotherapie DTH
Astrid Nedbal, Marc Lauer und das Team von PLÖCKPHYSIO Heidelberg

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Leiterin der Bühnentechnik Michaela Abts
Bühnenmeister Brandon Ess
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Beleuchtungsmeister Ralph Schanz
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Tontechniker*in Luisa Sachs, Konstantin Springer
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (Stellv.)
Gewandmeisterin Damen Dagmar Gröver
Gewandmeisterin Herren Katja Ulrich
Leiterin der Ankleiderei Sabrina Flitsch
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (Stellv.)
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Theatermaler Dmitry Sludyanin
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

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Firebird & Rite of Spring

Trailer von Siegersbuschfilm

Pressestimmen

  • Mit seiner Neuinterpretation eines Klassikers, in der er den »Kipppunkt in Entfremdung und Gewalt oder in mentale Abgründe« verhandle, sei Iván Pérez ein hohes Risiko eingegangen, das er aber »herausragend gemeistert« habe, so Nora Abdel Rahman im Mannheimer Morgen (7. März 2022). Beim »Feuervogel« entfalte der Choreograf »gruppendynamische Phänomene« und nutze dafür »wunderbar« die »Methoden des zeitgenössischen Tanzes«. Yi-Wei Lo habe die titelgebende Figur mit »phantastischer Ausdruckskraft« getanzt, umgeben von den »starken Persönlichkeiten« des Ensembles. Im Zentrum des zweiten Teil habe Kuan-Ying Su in einer »berührend paradoxen Mischung aus Kraft und Zerbrechlichkeit« agiert. Pérez zeige auch in dieser Choreografie »sein großes Vermögen, kleineste Verschiebungen in sozialen Gefügen tänzerisch auszudrücken«. Dazu habe das Philharmonische Orchester Heidelberg beide Werke Strawinskys mit »großem Gespür für die Kontraste, den rasenden Rhythmus und die komplexen Klänge« gespielt.

     

    Auch Isabelle von Neumann-Cosel attestiert dem Choreografen in der Rhein-Neckar-Zeitung (7. März 2022), ihm gelinge es an diesem Abend »immer wieder ausgesprochen gut«, das »schnelle Kippen der Stimmung zwischen den Protagonisten« einzufangen: »die Nachahmung, mit der Kinder oft in Spiele einsteigen, der schnelle Wechsel der selbst erfundenen Spielregeln, das Ausgrenzen des- oder derjenigen, die sich nicht in diese Regeln fügen wollen oder können. Anderssein kann sehr plötzlich passieren.« Optisch prägend an diesem Abend seien die »farbenprächtigen, vielfältigen Kostüme«, spielerisch und mit »Phantasie« des Choreografen eingesetzt und die »starken optischen Drive« erzeugten.

     

    GMD Elias Grandy habe mit seinem »energischen, aber auch sehr disziplinierten Dirigat« dafür gesorgt, dass sich »die ganze Kraft, ja eigentlich Gewalt dieser höchst expressiven Musik entfalten konnte und geradezu danach schrie, dass sie auf der Bühne in Bewegung umgesetzt wurde«, schreibt Frank Pommer in der Rheinpfalz (7. März 2022). Iván Pérez’ Choreografie habe dabei für einen »aufwühlenden« Abend »voller dramatischer Momente« gesorgt, die »den Einzelnen in das Spannungsfeld aggressiver, ihn bedrohender gesellschaftlicher Kräfte setzte«.

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