Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Florian Merdes

3. Kammerkonzert

Programmänderung
Wegen einer Erkrankung im Ensemble wird das Programm des Kammerkonzerts geändert. Statt der ursprünglich geplanten Werke von Gustav Holst und George Gershwin für Blechbläser steht neu Franz Schuberts »Forellenquintett« auf dem Programm.

Orlando di Lasso Sechs Chansons zu vier Stimmen, arrangiert für Kontrabassquartett
Franz Schubert Klavierquintett A-Dur opus post. 114 D 667 »Forellenquintett«

Die Suite Nr. 1 Es-Dur von Gustav Holst bringt volle Blechbläserklänge zu Gehör. 1909 entstanden, ist sie eines der ersten und wichtigsten Werke für moderne Blasorchesterbesetzung. Der franko-flämische Komponist Orlando di Lasso (1532 – 94) gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten der Renaissance. Heute sind mehr als fünfhundert Motetten, sechzig Messen und weit über einhundert geistliche sowie weltliche Madrigale überliefert. Dazu komponierte Orlando di Lasso eine Vielzahl an deutschen und französischen Liedern. Die sechs Chansons erklingen in einer Fassung für vier Kontrabässe. In einem Arrangement für Blechbläserquintett beschließt George Gershwins Suite aus der Oper »Porgy und Bess« das kammermusikalische Sonntagsprogramm.

Programmänderung

Franz Schuberts »Forellenquintett« ist eine der beliebtesten Kompositionen des Wiener Komponisten. Über die Entstehung weiß man relativ wenig. In den Jahren zwischen 1819 und 1825 verbringt Schubert den Sommer mehrmals in der oberösterreichischen Stadt Steyr, wo er Kontakt zu dem k.k. Beamten Silvester Paumgartner hat, der selbst Cello spielt und ein leidenschaftlicher Förderer der Musik ist. Ein gemeinsamer Freund, Albert Stadler, berichtet in seinen Erinnerungen, dass Schubert von diesem Herrn Paumgartner einen Kompositionsauftrag zu einem Klavierquintett erhalten hat, exakt in der Besetzung Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. Eingeschlossen in diesen Auftrag soll es auch eine Variationenfolge über Schuberts Lied »Die Forelle« geben, »denn Paumgartner war über das köstliche Liedchen ganz entzückt«, schreibt Stadler.