Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Annemone Taake

8. Philharmonisches Konzert

Richard Wagner »Siegfried-Idyll«
Richard Strauss Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Richard Wagners erstgeborener Sohn ist gerade auf die Welt gekommen: Siegfried, genannt Fidi. Wagner notiert auf der Partitur: »Tribschener Idyll mit Fidi-Vogelgesang und Orange-Sonnenaufgang, als Symphonischer Geburtstagsgruß. Seiner Cosima dargebracht von Ihrem Richard. 24. Dezember 1870.« Entstanden ist somit ein intimes einsätziges Orchesterwerk, mit Leitmotiven der Schluss-Szene des »Siegfried« aus dem »Ring des Nibelungen«. Hier zeigt sich Wagner als Meister der symphonischen Dichtung.
Das Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur bringt Richard Strauss, fast 80-jährig, im Jahre 1942 zu Papier. Gewidmet ist es seinem Vater, Solohornist der Königlich Bayerischen Hofkapelle. Das Werk soll nur einmal aufgeführt werden, im Rahmen einer Erinnerungsfeier an den Vater. Schließlich misst Strauss seiner Komposition selbst nur die Bedeutung einer »Handgelenksübung« zu, »damit das vom Taktstock befreite rechte Handgelenk nicht vorzeitig einschläft …«. Aber es kommt anders: Nach dem großen Erfolg bei den Salzburger Festspielen 1943 wird das Werk zu einem der beliebtesten Konzerte für Horn überhaupt. Hornist Christoph Eß stellt sich der Herausforderung dieser atemberaubenden Komposition.
Beethovens 8. Symphonie ist seine kürzeste überhaupt. Nach kompositorischen Vorstößen in neue symphonische Gefilde, besinnt sich Beethoven zurück auf klassische Formen. Trotzdem ungewöhnlich: Die Musik kommt gleich zur Sache. Das ganze Orchester fällt mit der Tür ins Haus und nach nur drei Takten erstrahlt bereits das grandiose Thema des Allegro vivace im des erste Satz.

Eine Einführung des Konzertdramaturgen Stefan Klawitter können Sie hier anhören.