Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Annemone Taake

1. Kammerkonzert

Sergei Prokofjew Sonate für zwei Violinen op. 56
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73

Auch schlechte Musik kann inspirieren. Sergei Prokofjew ist es jedenfalls so ergangen: »Beim Anhören eines wenig gelungenen Violinduos kam mir der Gedanke, dass dieses Genre trotz seiner offensichtlichen Beengtheit doch solche Einfälle erlaube, dass ein Publikum ohne Überdruss zuhören könne.« Und einen solchen Einfall hat er gehabt: Die 1932 entstandene Sonate für zwei Violinen op. 56 wird im 1. Kammerkonzert das Publikum sicherlich begeistern – »ohne Überdruss« gespielt von Julia Parusch und Juliane Kliegel. Mit insgesamt fünfzehn Werken gehört Dmitri Schostakowitschs Beitrag zur Gattung des Streichquartetts zu einem der gewichtigsten im 20. Jahrhundert, und das nicht nur dem Umfang, sondern auch dem Gehalt nach. Das dritte Streichquartett F-Dur op. 73 zeigt Bezüge zur noch vom Erleben des zweiten Weltkriegs geprägten, monumentalen achten Symphonie, wie auch zur eher burlesken, kurz nach Kriegsende entstandenen Neunten. Die Uraufführung des dritten Streichquartetts findet am 16. Dezember 1946 in Moskau statt und wird für Schostakowitsch zum großen Erfolg. Er selbst bezeichnet es als eines seiner gelungensten Werke.

Termine

So 10 Januar
11.00–12.15 Uhr > Alter Saal

1. Kammerkonzert

mit Musik von Sergei Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch

16.00–17.15 Uhr > Alter Saal

1. Kammerkonzert

mit Musik von Sergei Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch

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