Philharmonisches Orchester
Heidelberg

Nabil Shehata

Nabil Shehata studierte Kontrabass bei Prof. Michinori Bunya in Würzburg und bei Prof. Esko Laine in Berlin. Während seiner Studienzeit war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie der Stiftung »Podium junger Musiker« und gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe. So errang mit ihm beim ARD-Musikwettbewerb in der Geschichte des Wettbewerbs erstmals ein Kontrabassist den 1. Preis. Darüber hinaus wurde ihm auch der beliebte Publikumspreis zugesprochen. Im Herbst 2006 wurde Shehata mit dem niedersächsischen Praetorius Musikpreis ausgezeichnet.

2003 verpflichtete ihn die Staatsoper Unter den Linden als 1. Solo-Kontrabassisten; von 2004–2008 war er in gleicher Position bei den Berliner Philharmonikern. Als Solist wird er regelmäßig von namhaften Orchestern eingeladen, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gulbenkian Orchestra Lissabon, die Bremer Philharmoniker und das Münchener Kammerorchester. 2008 gab er sein Debüt als Solist bei den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Daniel Barenboim. In 2009|10 war er u. a. als Solist im Wiener Musikverein zu hören. Er ist gern gesehener Gast bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Oxford Chamber Music Festival oder den Salzburger Osterfestspielen. Zu seinen musikalischen Partnern gehören Thomas Quasthoff, Nikolaj Znaider, Christoph Poppen, David Geringas, Frans Helmerson, Elena Bashkirova, Viviane Hagner oder Daniel Barenboim.

Auch die Förderung des musikalischen Nachwuchses liegt Nabil Shehata sehr am Herzen. Großes Engagement gilt dabei dem West-Eastern Divan Orchester, dem er als langjähriges Mitglied eng verbunden ist. Er gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa, Israel und Japan, unterrichtete an der Akademie der Berliner Philharmoniker und seit Oktober 2007 an der Hochschule für Musik und Theater München.

In den letzten vier Jahren hat sich Shehata zunehmend dem Dirigieren zugewandt. 2007 gab er sein von der Kritik hoch gelobtes Dirigierdebüt in Cottbus. Im Mai 2008 leitete er auf Einladung von Gustavo Dudamel das Simón-Bolívar-Jugendorchester mit solch großem Erfolg, dass er sofort noch einmal für die nächste Spielzeit verpflichtet wurde. Im letzten Jahr leitete er das Dohnányi Orchestra Budapest, das Rundfunkorchester in Ljubljana, das Qatar Philharmonic Orchestra sowie und das Orchestre National du Capitole de Toulouse.