Philharmonisches Orchester
Heidelberg

Musiktheater

Katja Kabanova

Oper in drei Akten von Leoš Janáček

    PremiereFr 24.05.2019, 19.30–21.45 Uhr, eine Pause 18.45 Uhr Einführung Marguerre-Saal+

Libretto vom Komponisten nach dem Schauspiel »Das Gewitter« (1859) von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski
in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Empfohlen ab 16 Jahren

Am Ufer der Wolga lebt Katja im Hause ihrer Schwiegermutter, der Witwe Kabanicha. Die Witwe sendet ihren Sohn Tichon, den Mann Katjas, auf eine zweiwöchige Reise, um einen Keil zwischen die beiden Liebenden zu treiben.
Der Sohn folgt der Forderung der Mutter und lässt die verzweifelte Katja trotz ihres Flehens allein zurück. Während seiner Abwesenheit drangsaliert Kabanicha die junge Katja. In ihrer Verzweiflung trifft Katja heimlich Boris, der ähnliches mit seinem Onkel erlebt, wie es Katja mit der Witwe durchstehen muss. Zwei einsame Seelen begegnen einander und Katja verliert sich selbst und ihre moralischen Ansprüche unter dem Druck der Tyrannei ihrer herrschsüchtigen Schwiegermutter.

Die Geschichte um eine der großen dramatischen Frauengestalten der Opernliteratur zeichnet das Porträt einer einsamen jungen Frau inmitten einer bigotten, kleinbürgerlichen Gesellschaft auf der Suche nach Liebe und Zuneigung. Janáček selbst bezeichnete sein Werk »voll Musik aus der Tiefe des Herzens«. Nicht von ungefähr erscheint eine biografische Parallele des Komponisten, der seiner Geliebten in einem Brief gestand: »Es war Dein Bild, das ich in Katja Kabanova sah, als ich die Oper komponierte.«

Theaterpädagogisches Begleitangebot: »Mal gucken!« | Einführung

Termine

Do 20 Juni
Entfällt
19.00–21.15 Uhr > Marguerre-Saal | 18.15 Uhr Einführung

Katja Kabanova

Oper in drei Akten von Leoš Janáček

Mo 24 Juni
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit!
19.30–21.45 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Katja Kabanova

Oper in drei Akten von Leoš Janáček

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Änderungen vorbehalten

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Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • »Auf höchstem Niveau« hätten sich die Leistungen des gesamten Ensembles, von Chor und Philharmonischem Orchester in der Premiere gezeigt, berichtet Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (27.5.2019). »Fabelhaft« hätten Sängerinnen und Sänger die »äußerst dicht gewebte Musik aus dem Orchestergraben unter GMD Elias Grandys Dirigat« auf der Bühne umgesetzt, dabei habe Carolyn Frank als Kabanicha mit ihrer »sängerischen Kompetenz« und dem »schonungslosen Ausdruck ihrer Darstellungskunst« einen »grandiosen« Abschied von der Bühne feiern können. »Absoluten Respekt« verdiene die Inszenierung, in der Regisseurin Andrea Schwalbach und Bühnenbildnerin Anne Neuser »mit psychologischem Skalpell von Anfang an alles« offenlegten und Janaceks »realistische Darstellung seelischer Vorgänge« auf die Bühne übersetzten. Fazit des Rezensenten: »Dirigent Grandy und die Musiker des Philharmonischen Orchesters verschaffen diesem Abend eine extrem ausdrucksstarke Grundlage, auf der die Solisten sicher balancieren. Das ist hörens- und sehenswert!«

     

    »Überzeugend« in seiner Darstellung einer »(sinn-)entleerten Welt« nennt Hans-Günter Fischer im Mannheimer Morgen (online, 25.5.2019) das Bühnenbild – und daran knüpfe die Regisseurin in ihrer Personenführung »nahtlos« an: Wo Moral und Religion nur »brüchige Gerüste“ zur Verfügung stellten, drohe »menschliche Verrohung und Verwahrlosung«, die auf der Bühne »konkret und körperlich« werde. Hye-Sung Na in der Titelrolle mache sich »den kantig slawischen Verismo Janáčeks verzehrend intensiv zu eigen« und auch das Philharmonische Orchester Heidelberg unter GMD Elias Grandy blicke »unerschrocken in die Abgründe, während der Chor manchmal von einem alten heilen Russland raunt«.