Philharmonisches Orchester
Heidelberg

Musiktheater

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck

  • Archiv – Spielzeit 2017|18

  • WiederaufnahmeSa 04.11.2017, 19.30–22.00 Uhr, eine Pause Marguerre-Saal+

Libretto von Adelheid und Hermann Wette nach dem Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm (1810)

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Fortgetrieben vom Zorn der Mutter, laufen Hänsel und Gretel aus ihrem engen, ärmlichen Zuhause hinaus und hinein in den Wald. Ein wundersamer, unheimlicher Wald ist es, voll blühender Melodien, leuchtender Orchesterfarben, düsterer Klänge, ein Wald der Lockungen und Gefahren. Hier begegnen die Kinder ihren Sehnsüchten, Hoffnungen, Ängsten, ihren Beziehungen zu den Eltern und zu sich selbst – in Gestalt wohlwollender Fabelwesen, eines süßigkeitengedeckten Häuschens oder einer Frau, die so böse wie ihr Haus verführerisch ist. Und schließlich können sie mit Mut und Erfindungskraft ihre Angst bezwingen, der Gefangenschaft entkommen und freier zurückkehren, als sie waren.
Ursprünglich für den Hausgebrauch gedacht, wuchs sich Humperdincks »Kinderstuben-Weihfestspiel«, wie er es scherzhaft wagnertümelnd nannte, bald zur abendfüllenden Oper aus. Kein Zufall, zielt es doch auf Ängste, die auch Erwachsenen wohlbekannt sind – vor Lieblosigkeit, sozialer Ausgrenzung oder den Abgründen der Seele. So wurde es eine Oper für jedes Alter, die nicht nur Richard Strauss Entzückensrufe entlockte: »Welch herzerfrischender Humor, welch köstlich naive Melodik, welch prachtvolle Polyphonie, und alles originell!«