Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Musiktheater

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Libretto von Johann Ulrich König

Empfohlen ab 14 Jahren

Drei Verehrer sind zwei zu viel! Alceste steht kurz vor der Vermählung mit ihrem geliebten Admetus, bis die Hochzeitsfeierlichkeiten eskalieren! Denn Admetus ist nicht der Einzige, der Interesse an der schönen Alceste hat. Als Admetus aber im Kampf tödlich getroffen wird, stimmt Alcestes Trauer die Götter um: Admetus darf leben, wenn ein anderer für ihn in den Tod geht. Alceste bringt sich selbst zum Opfer, das Schicksal der beiden Liebenden scheint für immer besiegelt …

Georg Caspar Schürmanns (1672|73–1751) »Alceste« behauptete sich seit ihrer Uraufführung im Februar 1719 am Hof von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Premiere im Juli desselben Jahres an der Hamburger Oper am Gänsemarkt lange Jahre im Repertoire.

Dank des Engagements der Dirigentin Ira Hochman, die das Werk 2016 in einer halbszenischen Aufführung in Hamburg vorstellte und auf CD einspielte, kann nun, 300 Jahre nach ihrer Uraufführung, »Die getreue Alceste« endlich wieder auf einer Opernbühne zu neuem Leben erweckt werden: die international gefeierte Lautenistin Christina Pluhar hat das Werk auf der Basis der Edition Ira Hochmans für die Schwetzinger Aufführung musikalisch neu arrangiert und übernimmt die musikalische Leitung der diesjährigen Barockproduktion des Festivals Winter in Schwetzingen.

Inszeniert wird diese Opernrarität von Jan Eßinger, der unter anderem bereits am Opernhaus Zürich und den Bregenzer Festspielen arbeitete. Gemeinsam mit Benita Roth und Thomas Böckstiegel ist er auch für die Entwicklung der Heidelberger Spielfassung verantwortlich.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Einführung 

Termine

So 15 Dezember
15.00–17.30 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 14.30 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Di 17 Dezember
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Weitere Termine
Sa 21 Dezember
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Mo 23 Dezember
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Fr 27 Dezember
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Sa 11 Januar
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Do 16 Januar
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

So 26 Januar
18.00–20.30 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 17.30 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

Fr 31 Januar
Zum letzten Mal
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

Die getreue Alceste

Oper in drei Akten von Georg Caspar Schürmann

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

Studienleitung Johannes Zimmermann
Musikalische Assistenz Claudio Novati
Musikalische Einstudierung Claudio Novati, Johannes Zimmermann, Suwon Kim, Julian Pontus Schirmer
Regieassistenz & Abendspielleitung Sabina Aeschlimann
Leiterin der Statisterie Sandra Wisotzki
Inspizienz Uwe Stöckler
Bühnenbildassistenz Leonie Helfmann
Kostümassistenz Eva Link
Musiktheaterpädagogik Judith Raspe
Erstellung der Übertitel Thomas Böckstiegel
Übertitelinspizienz Martin Becher, Viktoria Karl, Florian Lang
Festivalorganisation Winter in Schwetzingen Christine Böhm

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Leiter der Bühnentechnik Heidelberg Edgar Lugmair
Leiter der Bühnentechnik Schwetzingen Georg Gaida
Bühnenmeister Udo Weber
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (Stellv.)
Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Gewandmeisterin Damen Dagmar Gröver
Gewandmeisterin Herren Baika Bettag, Katja Ulrich
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (Stellv.)
Abendmaske Amelie Broich, Lisa Watanpour
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Requisite Laurenz Micke, Heinz Wagner
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Theaterplastikerin Anne Schneider
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

Bilder


Pressestimmen

  • Für SWR2 besuchte Eberhard Reuß die Klavierhauptprobe im Rokokotheater und sprach mit der musikalischen Leiterin Christina Pluhar und Regisseur Jan Eßinger. Seinen Beitrag, gesendet am 26. November 2019 im Magazin »SWR2 Treffpunkt Klassik«, können Sie hier nachhören.

     

    »Eine wahre Schatzhebung« erlebte Matthias Roth für die Rhein-Neckar-Zeitung (3. Dezember 2019) im Rokokotheater: die Musik sei »koloraturenreich für die Sänger und farbintensiv fürs Orchester, sie kann heiter sein und tiefschürfend«. Dirigentin Christina Pluhar habe mit den »›informiert‹ spielenden Philharmonikern« einen »sehr lebendigen Klang« produziert. Regisseur Jan Eßinger und seine Ausstatterin Benita Roth setzten die Handlung »stilsicher« in Szene, vertrauten aber der Musik sowie den Sängerinnen und Sängern, unter denen der Rezensent − neben den »herausragenden« Stipendiat*innen des Opernstudios − vor allem Sophie Junker in der Titelrolle (»mit samtig glänzendem, lupenreinem Sopran«), Rupert Enticknap (»Countertenor mit enormem Stimmumfang«), Stefan Sbonnik (»mit feinem Tenor«), Elisabeth Breuer (»leichter Sopran ideal«) und Emmanuelle de Negri (»höchst nuancenreiche Stimme«) hervorhebt.

     

    Ein »wunderbares Fundstück« meint auch Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau (3. Dezember 2019). In der Inszenierung macht die Rezensentin »ausgezeichnet« gelingende Bilder und »reizend bewegte« Szenen aus und lobt die Einzelleistungen des »zutiefst spielfreudigen Ensembles«. Die Musik Schürmanns sei »unmittelbar ansprechend«, dabei »einfallsreich und unorthodox«; unter der Leitung von Christina Pluhar werden die »Leichtigkeit und Intensität der Musik« vom Philharmonischen Orchester »überzeugend« vermittelt. Der Schwetzinger Abend animiere »unbedingt zum Weiterhören«.

     

    Hier werde »exzellent gesungen«, schreibt Hans-Günter Fischer im Mannheimer Morgen (3. Dezember 2019). Sophie Junker als Alceste punkte mit »betörend eleganten Zierton-Strecken und ›instrumentalem‹ Höhenglitzern, während Countertenor Rupert Enticknap die »enorme Spannbreite seiner Partie schier mühelos« meistere. Dirigentin Christina Pluhar habe das Philharmonische Orchester Heidelberg zum »Powerplay« wie auch zu »kammermusikalischen Preziosen« inspiriert. Nicht nur die musikalische Leiterin habe hier bewiesen, »dass Schürmann ein Comeback verdient hat«, so das Fazit des Rezensenten.