Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Violinistin Caroline Korn; Foto Ludwig Olah

Konzert

Matinee in Wien − 5. Kammerkonzert

Oskar Böhme »Soirée de St. Petersburg« für Harfe und Trompete
Wolfgang Amadeus Mozart Sonate B-Dur für Fagott und Violoncello (Fagott) KV 292
Ludwig van Beethoven
Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 »Kreutzersonate«

Beethovens »Kreutzersonate«: Zahlreiche Schriftsteller hat sie inspiriert – und in Tolstois gleichnamiger Novelle ist sie Auslöser für einen Eifersuchtsmord. Eine Sonate der Superlative ist sie allemal, denn sie gilt als kammermusikalisches Gegenstück zu seiner gewaltigen Symphonie »Eroica«. »Kreutzersonate« und »Eroica«: Beide Werke sind 1803 entstanden, beide sprengen die Grenzen dessen, was damals für ihre Gattungen üblich war. Und so ist die »Kreutzersonate« ein wildes, zügelloses Stück, eine Herausforderung für jeden Interpreten – das damals sogar als unspielbar galt. Traditioneller in der Form ist hingegen Mozarts »Sonate B-Dur KV 292« für zwei Fagotte – ein munteres Stück in einer Holzblasinstrumenten-Kombination, die zu Mozarts Zeit ausgesprochen beliebt war. Eröffnet wird die musikalische Matinee von Oskar Boehmes »Soirée de St. Petersburg op. 23« für Harfe und Trompete: Das Duo stammt aus dem Jahr 1900 und ist eine im Tonfall melancholische Romanze – mit zarter Harfenbegleitung in wogenden Arpeggien.