Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Florian Merdes

2. Lunchkonzert

Carl Maria von Weber Konzert für Fagott und Orchester in F- Dur Op. 75
Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie Nr. 36 K. 425 in C-Dur »Linzer«

Die Oper Der Freischütz hat ihn unsterblich gemacht: Carl Maria von Weber. Mehrere Instrumentalkonzerte hat er verfasst – darunter das für Fagott. Verbürgt ist, dass jenes Fagottkonzert am 19. Februar 1813 in Prag zur Aufführung kommt, an dem Ort, wo Weber im gleichen Jahr Kapellmeister am Ständetheater geworden war. Komponiert hat Weber das Werk in der traditionellen dreisätzigen Satzfolge – ein Werk für einen erstklassigen Virtuosen. Und Weber-Biograf Friedrich Wilhelm Jähns schreibt 1871, der erste Satz zeige das Soloinstrument »in seinem Ernst, seiner Würde und Kraft, im Adagio in seiner Eigenschaft zu singen, im Rondo in der Humoristik, deren es fähig ist«. Das frisch verheiratete Ehepaar Mozart ist auf der Rückreise von Salzburg nach Wien, macht in Linz für ein paar Tage Zwischenstation – Mozart nimmt die Gelegenheit wahr, hier ein Konzert zu geben. Aber: »weil ich keine einzige Simphonie bey mir habe, so schreibe ich über hals und kopf an einer Neuen, welche bis dahin fertig seyn muß«, schreibt er an den Vater. Vier Tage bleiben ihm für die Komposition, für das Ausschreiben der Stimmen und für die Proben – eine Arbeit, die an ein Wunder grenzt. Von Zeitdruck aber keine Spur, die »Linzer« Symphonie, ein großer Wurf, ausgefeilt bis ins Detail – Mozart eben.