6. Philharmonisches Konzert

Mi 05.04.2017 | 20.00 Uhr |  Stadthalle Heidelberg | Werkeinführung 19.15 Uhr 

Im Rahmen des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling


Programm:

Mario Venzago (Foto Adrian Moser)Sven Daigger Meeresbrandung für Orchester
Johannes Brahms Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Robert Schumann Klavierkonzert a-Moll op. 54
Jean Sibelius Finlandia. Symphonisches Gedicht für Orchester op. 26


Klavier William Youn
Musikalische Leitung Mario Venzago
Philharmonisches Orchester Heidelberg

 

»Das Herz geht einem dabei auf« – noch vor der Uraufführung 1883 spielt Brahms seinem Freund Antonín Dvořák seine 3. Symphonie auf dem Klavier vor. Begeistert berichtet Dvořák weiter an seinen Verleger Simrock: »Ich sage und übertreibe nicht, dass dieses Werk seine beiden ersten Symphonien überragt; wenn auch nicht vielleicht an Größe und mächtiger Konzentration – so aber gewiss an – Schönheit!« 
Brahms schreibt seine Dritte größtenteils in Wiesbaden – allerdings: über ihre Entstehung lässt er in seinen Briefen kein einziges Wort fallen. Viele Eigenschaften der romantischen Epoche trägt Robert Schumanns Klavierkonzert op. 54 in sich. Zuerst als »Fantasie« konzipiert, hat es symphonischen Charakter. Und Clara Schumann schwärmt: »Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt – man kann sich das Eine nicht denken ohne das Andere«. Finlandia ist Jean Sibelius’ populärste Tondichtung und soll den Klang Finnlands auffangen. Als das Werk 1899 entsteht, gilt es für Sibelius, eine nationalbewusste Musik zu finden. Schließlich steht Finnland als Großfürstentum unter der Zensur der zaristischen Zentralregierung in St. Petersburg. Das Werk wird zur heimlichen Nationalhymne – und folglich von der russischen Verwaltung verboten.

INFO: Einen Teil dieses Konzertprogramms können Sie auch im 2. Jugendkonzert erleben.

Pressestimmen

6. Philharmonisches Konzert

»Wunderbar ausbalanciert« überschreibt der Mannheimer Morgen (08.04.2017) die Rezension von Eckhard Britsch, der ein »musizierfreudig-sprühend serviertes Programm« hörte. »Auffällig schön« sei Schumanns Klavierkonzert mit dem Solisten William Youn zur »allseitigen Begeisterung« geglückt, »sehr plastisch« die Gestaltung der »Meeresbrandung« des jungen Komponisten Sven Daigger. »Souverän ausmusiziert« schließlich die Brahmssinfonie, in der Mario Venzago und das Philharmonische Orchester Heidelberg, zwischen denen der Hörer »große Sympathie« spüre, sich ganz in »ihrem Element« zeigten, mit schöner Balance zwischen wechselnden Stimmungen und Klangfarben sowie »wacher Spiellaune« und »bemerkenswert guten Instrumentengruppen« des Orchesters. Zum Abschluss habe das Orchester es »krachen« lassen mit der »pathetisch-süffigen« Finlandia.

Für die Rhein-Neckar-Zeitung (07.04.2017) schreibt Simon Scherer, William Youn habe das Klavierkonzert mit »hoch emotionalem Zugriff« präsentiert. Zwischen Dirigent und Philharmonischem Orchester sei ein »enger Draht« zu spüren gewesen; zu »wahrer Hochform« sei das Orchester in Sibelius‘ symphonischer Dichtung aufgelaufen: »Kaum mehr in Schach zu halten war deren bis zum zerberstenden Gemetzel auflaufendes Temperament.«


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