Heidelberger Künstlerinnenpreis

Heidelberger Künstlerinnenpreis (Skulptur G. Braun)Musikpreis der Stadt Heidelberg
Der Heidelberger Künstlerinnenpreis zählt zu den wichtigsten Kulturpreisen des Landes und ist weltweit der einzige Preis, der ausschließlich an Komponistinnen vergeben wird. 2012 feiert der Preis sein 25-jähriges Bestehen.

Der Preis wurde seit seinem Gründungsjahr 1987 von verschiedenen Institutionen des öffentlichen Rechts gestiftet, darunter die Bundesregierung, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Heidelberg. Seit 2007 wird der Preis als städtischer Musikpreis von der Stadt Heidelberg verliehen und vom Theater und Orchester Heidelberg ausgerichtet, das jeweils ein Orchesterwerk der Preisträgerin im Rahmen eines Philharmonischen Konzertes zur Aufführung bringt. Der Deutschlandfunk als langjähriger Medienpartner zeichnet das Preisträgerinnen-Konzert auf und sendet es zeitversetzt, gemeinsam mit einem Feature über die ausgezeichnete Komponistin, bundesweit. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Die Preisskulptur »Ewige Sehnsucht nach Vollkommenheit« aus der Serie »Gebrochenes Ganzes« des Heidelberger Bildhauers Günter Braun wird von der Initiatorin Roswitha Sperber gestiftet.

Vergabe des Preises (laut Satzung)
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, die sich aus Persönlichkeiten mit fachlichen Kompetenzen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik zusammensetzt und die vom Oberbürgermeister bestimmt werden. Der Oberbürgermeister ist Vorsitzender der Jury, der Intendant des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg und der Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg sind qua Amt Mitglieder dieser Jury. Der Förderpreis kann nur einmal an dieselbe Person verliehen werden.  
(Die vollständige Satzung können Sie hier als PDF lesen und herunterladen)

Die Preisträgerinnen

1987 Myriam Marbe Rumänien
1990 Adriana Hölszky Deutschland/Rumänien
1991 Sofia Gubaidulina Russland/Deutschland
1992 Galina Ustwolskaja Russland
1993 Ivana Loudová Tschechien
1994 Ruth Schonthal USA/Deutschland
1995 Younghi Pagh-Paan Deutschland/Südkorea
1996 Ruth Zechlin Deutschland
1997 Babette Koblenz Deutschland
1998 Annette Schlünz Deutschland
1999 Christina Kubisch Deutschland
2000 Elzbieta Sikora Polen/Frankreich
2002 Olga Magidenko Deutschland/Russland
2003 Carolyn Breuer Deutschland
2005 Roswitha Sperber Deutschland
2007 Unsuk Chin Südkorea/Deutschland
2008 Olga Neuwirth Österreich
2009 Kaija Saariaho Finnland/Frankreich
2010 Misato Mochizuki Japan
2011 Isabel Mundry Deutschland
2012 Jamilia Jazylbekova Kasachstan
2013 Maria Panayotova Bulgarien
2014 Lucia Ronchetti Italien
2015 Iris ter Schiphorst Deutschland
2016 Chaya Czernowin Israel

SWR2 Beitrag zum Heidelberger Künstlerinnenpreis 2012

Roswitha Sperber erzählt im SWR2-Beitrag über den Heidelberger Künstlerinnenpreis, Jamilia Jazylbekova spricht über Ihre Kompositionsarbeit und Ihr Leben als Künstlerin. Zum Anhören bitte auf den grauen Pfeil bzw Link klicken.


 

Publikation zum Heidelberger Künstlerinnenpreis

Visionen - Aufbrüche.Visionen - Aufbrüche. Der Weg ins 21. Jahrhundert

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des  Heidelberger Künstlerinnenpreises gibt das Theater und Orchester Heidelberg gemeinsam mit Roswitha Sperber eine umfangreiche Dokumentation über die Geschichte des Preises heraus. 


Der Band »Visionen - Aufbrüche. Der Weg ins 21. Jahrhundert« versammelt Dokumente, Kommentare der Preisträgerinnen und thematische Essays sowie eine CD mit Tondokumenten und erscheint im Wunderhorn Verlag Heidelberg.

Der Band ist im Buchhandel sowie an den Theaterkassen zum Preis von 19,80 € erhältlich.

 weitere  Infos auf der Website des Wunderhorn-Verlags


 

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Heidelberger Künstlerinnenpreis 2016:   Chaya Czernowin