Samstag und Sonntag 21+22.07.2007 20.00 Uhr Städtische Bühne Heidelberg:
Viele Wunderfotos auch in der >> GALERIA
I D E E :
"MAN KANN DIE SPRACHE NICHT FESTHALTEN"
Vor gut 200 Jahren haben Achim von Arnim und Clemens Brentano in Heidelberg und Umgebung deutsche Volkslieder für ihre erfolgreiche Anthologie "Des Knaben Wunderhorn" gesammelt und weitergedichtet. Seit Herbst 2006 suchen wir am Theater und Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg erneut Lieder, Gedichte, Geschichten, Sprüche aus der Stadt und werden sie mit dem Philharmonischen Orchester und Laien-Sängern und -Tänzern jeden Alters auf die Bühne bringen.
An einem Wochenende im Juli ist das Theater im Herzen der Stadt als "Wunderhorn" zu erleben! Als geheimnisvolle, kunstfertig zu bedienende Apparatur, in die Menschen etwas einhauchen, damit daraus etwas Besonderes, Schönes strömt.
"DON'T SPEAK UNLESS YOU CAN IMPROVE THE SILENCE"
Auf dem freigeräumten Theaterplatz sind am Samstag, 21.07., und Sonntag, 22.07., um 18.00 Uhr aus allen Ecken und Enden über 100 Heidelberger Blasmusiker zu hören, aus Schulen, Vereinen und Kapellen. Sie spielen gemeinsam "100 Wunderhörner", eine einfache, aber raffinierte Neukomposition von Ernst Bechert, die alle Gäste durch den Abend begleiten wird.
Damit ist das Theatergebäude geöffnet und in allen seinen geheimnisvollen Winkeln zur Entdeckung freigegeben.
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"ICH SEHE DIE WELT WIE EIN STUMMFILM UND SCHREIBE UNTERTITEL"
Die alten und neuen Foyers sind frei zugänglich und zeigen:
"GESCHICHTEN MÜSSEN ERZÄHLT WERDEN"
Das Glasfoyer wird zum Gartenlabyrinth, an dessen Ziel sich der Eingang in die geheimen Räume des Theaters befindet. Besucher mit Eintrittskarte sind eingeladen, sich in kleiner Gruppe von einem der 25 "Wunderhorn-Scouts" je drei inszenierte Räume zeigen zu lassen.
Heidelberger (Bürger mit Geschichten, Schüler, Senioren) spielen in so spannenden Orten wie Schuhlager, Montagehalle, Herrenschneiderei und Orchestergraben mit Elementen aus der Recherche.
"DAS GLÜCK LIEGT GLEICH HINTER DEN SCHMERZEN"
Um 20.00 Uhr erschallen die "100 Wunderhörner" noch einmal: Jetzt wird das "Herz" des Theaters geöffnet: Die Bühne. Sie ist für zwei Tage in eine Wunderkammer der Sprache verwandelt. Auf der Vorbühne sitzen zwei Kinder, die Texte auf den Vorhang schreiben. Auf der Bühne beginnt das Philharmonische Orchester unter der Leitung des jungen Generalmusikdirektors Cornelius Meister auf der Bühne zu spielen.
Nach und nach strömen über 80 Heidelberger aus fast allen Stadtteilen und Vororten auf die Bühne: Kinder, Jazz-Tänzerinnen, Hip-Hopper, Breakdancer, Teenies und Senioren setzen die Neukompositionen von fünf jungen Komponisten der Hochschule Mannheim-Heidelberg und ihres Lehrers in Bewegung um.
Mitten im etwa einstündigen szenischen Konzert wird die Bühne noch voller: Heidelberger Chöre, unterstützt vom Opernchor, singen "von wo anders", eine Komposition, die alle fremdsprachigen Lieder unserer Recherche bündelt.
Kurz vor Schluss der Aufführung treten junge Rapper auf, die auf vom Orchester improvisierte Beats singen - natürlich Freestyle zu Worten aus dem Publikum. Schließlich kommen die "100 Wunderhörner" noch dazu und spielen - diesmal mit allen anderen Orchesterinstrumenten - ein großes Finale.
"GIB MIR NOCH EINEN LÖFFEL SAND ZUM TEE"
"Das neue Wunderhorn" entsteht in drei ineinander übergehenden Phasen:
"THE REVOLUTION WILL NOT BE ON GOOGLE"
Seit Oktober 2006 kann das Publikum die Entwicklung in regelmäßigen Veranstaltungen in der Studiobühne zwinger1 mitverfolgen und mitgestalten. Im "Camp Wunderhorn" stellen Künstler und Mitwirkende dabei den Stand der Recherche und erste Arbeitsergebnisse vor und probieren mit den Besuchern künstlerische Verfahren aus:
Camp extra 28.06.: Als künstlerischer Auftakt zum Kongress "Kinder zum Olymp" der Kulturstiftung der Länder und des Bundes liefert "Das neue Wunderhorn" eine Kostprobe seiner Arbeit am Staatstheater Saarbrücken. >> mehr Infos dazu
"ICH BIN GEFANGEN IN DER MUSIK DIE MICH BEFREIT"
200 Heidelberger - Rapper, Kinder, großer Chor, Breakdancer, Orchester, Senioren, Schauspieler, Bands, Blechbläser entdecken das Theater als "neues Wunderhorn".
Geleitet wird das Projekt von
- Jan Linders (Künstlerische Leitung)
- Cornelius Meister (Musikal. Leitung)
- Beata Anna Schmutz (Künstlerische Mitarbeit, Recherche)
- Olaf A. Schmitt (Dramaturgie)
- Uschy Szott (Choreographie)
- Ulrich Volz (Dramaturgie-Mitarbeit)
- Iris Menge (Produktionsleitung)
- Susanne Hiller (Ausstattungs-Beratung)
- Tarmo Vaask (Chorleitung).
Kompositionen von Ernst Bechert, Erich Hermann, Timo Jouko Herrmann, Jens Holzinger, Evgenji Orkin, Martin Wistinghausen.
Mehr Infos zum Projekt auf: www.dasneuewunderhorn.de
Fotos: Ada Göbel-Mahmoud, Robert Schweizer
download >> PROGRAMM-Leporello
*Wunderhorn ist eine geschützte Wortmarke der Verlag Das Wunderhorn GmbH Heidelberg.
Nutzung mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag.
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Film und Buch Premiere
In einer Matinee auf der großen Bühne hatten Film und Buch Premiere
– und jedes Exemplar ist ein Unikat!
Als am Ende noch einmal die 100 Wunderhörner verklangen, riss es die Zuschauer wieder von den Sitzen – diesmal angesichts des Wunderhorn-Filmes, der am 18.11.2007 auf der Heidelberger Städtischen Bühne präsentiert wurde. Die 55minütige Dokumentation begeisterte alle Anwesenden.
Ein Jahr lang hatten junge Mitglieder des Medienforums Heidelberg unter Leitung von Norbert Ahlers die Arbeit der vierhundert Wunderhorn-Mitarbeiter begleitet und nun in Verbindung mit Aufzeichnungen von den Aufführungen und Bildern der inszenierten Räume zu einem einzigartigen Dokument gemacht.
„Ich bin hoch beeindruckt, was das Team vom Medienforum hier gezaubert hat – der Film ist hochprofessionell und einfach beeindruckend!“, meinte Intendant Peter Spuhler begeistert nach der Vorführung.
Präsentiert wurde zeitgleich das 216 Seiten starke, vierfarbig gedruckte Wunderhorn-Buch, in dem das Projekt mit zahlreichen Fotos und Originaldokumenten vorgestellt wird. Jedes Buch ist ein Unikat und ein Kunstwerk – wurden doch alle 2000 Umschläge per Hand von den Mitwirkenden beschriftet – so dass jetzt jedes anders aussieht.
Das Wunderhorn-Buch wird vom Heidelberger Wunderhorn-Verlag deutschlandweit vertrieben. Es ist ab Ende November im Buchhandel und ab sofort im Theater zu erstehen. Einige 100 Exemplare wurden bereits bei der Matinee verkauft.
„Hier wird ein Projekt noch einmal lebendig, das die Stadt verändert, belebt und ungeheuer bereichert hat – und ebenso den Blick auf ihr Theater“, meinte Kulturbürgermeister Dr. Gerner. Er sei stolz, mithilfe von Buch und Film die Kunde von dieser einzigartigen Unternehmung jetzt in andere Städte tragen zu können. Einige Besucher äußerten den Wunsch, den Film auch noch einmal in Heidelberger Kinos zu zeigen. „Wir würden uns darüber natürlich sehr freuen!“, so Jan Linders und Olaf Schmitt, die künstlerischen Leiter.
In das fest gebundene Buch ist die DVD des Films eingelegt. Beides zusammen ist für nur 14,90 EUR zu erstehen – ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für Heidelberger und ihre Gäste! Zu danken ist den Heidelberger Druckmaschinen und ABC Druck Heidelberg, weil sie die Herstellung des Buches wesentlich unterstützt haben, sowie allen Förderern des Projekts, allen voran dem Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes.