

PREMIERE: Samstag, 07.11.2009 19.30 Uhr Opernzelt

Giuseppe Verdi
RIGOLETTO
Melodrama in drei Akten
Regie Jim Lucassen
Bühne & Kostüme / Konzept Jeroen van Eck
Umsetzung des Bühnenbildes & Kostüme Anja Koch
Dramaturgie Tina Hartmann / Ton Boorsma
Musikalische Leitung Cornelius Meister
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Rigoletto, der bucklige Hofnarr des Herzogs von Mantua, pendelt zwischen Zynismus und pathetischem Affekt. Bei einem Hoffest verhöhnt er Graf Monterone, dessen Tochter der Herzog geschändet hat; dagegen hält Rigoletto die eigene Tochter versteckt, um sie vor seinem Herrn zu schützen. Doch das Kind ist erwachsen geworden und zum ersten Mal verliebt.
Weder Gilda noch Rigoletto ahnen, dass sich hinter dem armen Studenten kein anderer als der libertine König verbirgt. Als Gilda entführt und entehrt wird, setzt Rigoletto in maßlosem Hass einen Killer auf den König an. Doch Gilda entzieht sich dem Rachebefehl des Vaters und trifft eine Entscheidung, mit der Rigoletto nicht rechnet.
Verdi schätzte an der Vorlage, Victor Hugos Skandalstück LE ROI S’AMUSE, das Nebeneinander von Erhabenem und Lächerlichem, Sublimem und Groteskem. Francesco Maria Piaves Libretto kondensierte das Stück zu jenen „parola scenica“, an denen Verdis Komposition ihre Dramaturgie der Kontraste entzünden konnte.
Jim Lucassen und Jeroen van Eck gewannen mit ihrem Inszenierungskonzept beim Ring Award 2008 einen Sonderpreis: Die Einladung, ihr Konzept bei uns realisieren zu dürfen.
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Mit stürmischem Applaus endete die gestrige Premiere im Heidelberger Opernzelt. RIGOLETTO von Giuseppe Verdi entfaltete sich auch Dank der überragenden Sängerleistungen der überwiegend in Rollendebüts auftretenden Sänger des Heidelberger Ensembles zu einem besonders intensiven Opernabend.
Stürmisch umjubelt wurde Gabriel Urrutia Benet für seinen eindringlichen, zwischen Ausdruck und Klangschönheit die perfekte Balance haltenden Rigoletto. Ebenso Silke Schwarz für ihre zwischen mädchenhafter Unschuld und blühender Weiblichkeit changierende Gilda und nicht zuletzt als einziger Gast in der Besetzung der überragende junge Tenor Angelo Scardina, der dem Herzog von Mantua verführerische Strahlkraft verlieh.
Die Heidelberger Philharmoniker unter Leitung von Cornelius Meister begeisterten das Publikum durch ihre farbige und präzise Gestaltung von Verdis kontrastreicher Partitur.
Das Team um den niederländischen Regisseur Jim Lucassen entwickelte innerhalb eines scheinbar realistischen Bühnenraums im Cinemascopeformat ein Tableau der Figuren in ihrer inneren Zerrissenheit, das die Zuschauer über die Spanne des Abends in Atem hielt. Jim Lucassen vermochte gemeinsam mit den spielfreudigen Sängern des Heidelberger Ensembles jede der Figuren in ihrer Psychologie plastisch werden zu lassen.
In einer zeitlosen Moderne vollzieht sich die Geschichte vom buckligen Narr Rigoletto, dessen Tochter sich in den Herzog von Mantua verliebt, die entführt und von ihm entehrt wird, worauf Rigoletto ein Mordkomplott startet gegen den Herzog, seinen Herrn. Doch die mehrfache Tarnung dieser Welt, in der sogar die Liebe eine Maske trägt, wendet sich gegen den verzweifelten Vater, als seine Tochter sich für den noch immer geliebten Herzog opfert.
Nach der gefeierten, fast immer ausverkauften ZAUBERFLÖTE und der ZAUBERFLÖTE FÜR KINDER ist RIGOLETTO der dritte große Erfolg im neuen Heidelberger Opernzelt, dass sich auch als Spielstätte größter Beliebtheit erfreut. Als nächstes feiert dort das Weihnachtsmärchen NUSSKNACKER UND MAUSEKÖNIG Premiere, bereits jetzt sind mehrere Tausend Karten verkauft.
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