OPER

PREMIERE: Samstag, 20.02.2010 19.30 Uhr Opernzelt

 

Szene aus AiEnMinoru Miki

ai-en

AI-EN

 Oper in drei Akten

Europäische Erstaufführung
in japanischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Auftragswerk des Neuen Nationaltheaters Tokio (NNTT) 06
Koproduktion mit dem NNTT

Regie Nelly Danker
Bühne & Kostüme Andreas Auerbach
Dramaturgie Joscha Schaback

Musikalische Leitung Dietger Holm
Philharmonisches Orchester Heidelberg

 

 

 

Japan im 8. Jahrhundert. Die schöne Sakurako liebt den jungen Adligen Kiyoto. Aber den Liebenden bleibt nur eine Nacht. Am nächsten Morgen muss Kiyoto als Gesandter nach China reisen.
Sein Auftrag: Er soll eine unendlich schöne Melodie mit Namen Ai-En fi nden und sie nach Japan bringen. Doch Kiyotos Schiff sinkt und Sakurako bringt sich vor Kummer um – ohne zu wissen, dass Kiyoto überlebt hat. Nach seinem Schiffbruch begibt sich der junge Mann auf eine lange Reise zum Chinesischen Kaiserhof. Dort erreicht ihn die Kunde vom Tode seiner Geliebten.
Und er findet Ai-En: Die Zofe der Kaiserin vermag die Melodie zu spielen. Die Schöne gleicht Sakurako aufs Haar und die beiden verlieben sich ineinander. Minoru Mikis Stück fängt mit den Mitteln des großen (westlichen) Sinfonieorchesters den Klang des fernöstlichen Mittelalters ein: Eine Liebeserklärung an die japanische und chinesische Kultur und eine traumschöne Parabel über die Flüchtigkeit der Liebe.

Es inszeniert mit Nelly Danker eine Vertreterin der jungen Regiegeneration, die schon an wichtigen deutschen und schweizer Bühnen (Hamburgische Staatsoper / opera stabile, Luzerner Theater) angekommen ist.

 

Premiere AI-EN im Heidelberger Opernzelt

Mit langanhaltendem, begeistertem Applaus endete die gestrige Premiere im ausverkauften OPERNZELT des Theaters & Orchesters Heidelberg. Die Europäische Erstaufführung von AI-EN des japanischen Komponisten Minoru Miki berührte am gestrigen Premierenabend das Publikum und schuf mit einer fabelhaften Leistung der Sänger und des Orchesters ein sinnliches Opernereignis. Das Heidelberger Theater hatte das nicht geringe Wagnis unternommen, eine japanische Oper in Originalsprache auf den Spielplan zu setzen. Die große Begeisterung des Publikums entschädigte für die außergewöhnliche Arbeit der Beteiligten, sich extra für diese Produktion im Vorfeld das Japanische anzueignen.

Die jungeSzene aus AiEn Regisseurin deutsch-japanischer Herkunft Nelly Danker, eine Schülerin des berühmten Hans Neuenfels, lässt sich in ihrer Inszenierung von dem Gedanken der interkulturellen Botschafter leiten und entwickelt mit Bühnen- und Kostümbildner Andreas Auerbach eine zauberhafte, asiatische Bühnenwelt.
Gemeinsam mit Librettistin Jakucho Setouchi – einer mit den bedeutendsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichneten Schriftstellerin, buddhistischen Nonne und Friedensaktivistin – verknüpft Minoru Miki, fiktive Charaktere mit historischen Figuren.

AI-EN erzählt die Geschichte einer geheimen Melodie und einer großen märchenhaften Liebe im Japan des 8. Jahrhunderts. Mit diesem Werk beendet Miki seinen neunteiligen Zyklus historischer Opern. Minoru Miki ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten in Japan.

Stürmisch umjubelt wurde Hye-Sung Na für ihre Doppelrolle der „ersten“ und „zweiten“ Geliebten. Ihr klangschöner Sopran kam eindringlich zum Ausdruck. Von hoher Intensität war das Zusammenspiel mit dem jungen Koreaner Byoung Nam Hwang als Ono Kiyoto, der mit seinem kraftvollen-sensiblen Tenor überzeugte. Besondere Begeisterung galt auch dem Opernchor unter Leitung von Jan Schweiger.

Ein Höhepunkt war das Pipa-Spiel von Yang Jing im dritten Akt. Die gebürtige Chinesin ist weltweit die beste und gefragteste Spezialistin auf diesem historischen Zupfinstrument. Als sie ihr einzigartiges Solo anstimmte, hielt das Publikum den Atem an und lauschte gebannt dem exotischen Klang. Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Dietger Holm begeisterte das Publikum durch ihre farbige und präzise Gestaltung der Partitur, die eine Brücke schlägt zwischen westlichem Orchesterklang und fernöstlicher Musiziertradition.

AI-EN wurde 2006 am Neuen Nationaltheater in Tokio uraufgeführt, die Inszenierung in Heidelberg entstand mit Unterstützung des Nationaltheaters. Das Heidelberger Theater hat es sich grundsätzlich zur Aufgabe gemacht, unter der Intendanz von Peter Spuhler jedes Jahr die wichtigste Opernuraufführung zur zweiten Aufführung zu bringen. So wurden in den vergangenen Jahren Zenders CHIEF JOSEPH, Adams A FLOWERING TREE und Henzes PHAEDRA sehr erfolgreich inszeniert. AI-EN zeigt, dass die Suche nicht von den Grenzen des europäischen Kontinents Halt machen darf.
Zur Heidelberger Premiere kamen neben den Vertretern der Japanischen Botschaft in Berlin und des Japanischen Kulturzentrums in Köln auch Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner sowie viele asiatische Gäste. Die engen Beziehungen von Japan zu Heidelberg sind so um eine weitere Brücke bereichert. Die Oper wird in acht weiteren Aufführungen im Heidelberger OPERNZELT zu sehen sein, die nächsten Vorstellungen sind am 25. und 27.2. sowie am 25.3.

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Erstmals in Europa: AI-EN – umjubelte Premiere einer japanischen Oper in Heidelberg … Hye-Sung Na singt fabelhaft!
RNZ

Szene aus AiEnMinoru Mikis Stück fängt mit den Mitteln des großen (westlichen) Symphonieorchesters den Klang des fernöstlichen Mittelalters ein: Eine Liebeserklärung an die japanische und chinesische Kultur und eine traumschöne Parabel über die Flüchtigkeit der Liebe.
visionae.de

Die Geschichte führt ins frühe Mittelalter und begibt sich auf die Suche nach einer unendlich schönen Melodie. Vor allem aber will sie uns die Schönheit und die Unbedingtheit echter Emotionen spürbar machen, denn „AI-EN“ heißt übersetzt „Für Liebe sterben“, und die Hauptpersonen halten sich daran.
Mannheimer Morgen

Schon während der Aufführung und danach gab es großen Applaus für die international bekannte Pipa-Lauten-Solistin Jang Ying. Mit ihrer eindrücklichen Spielweise verlieh sie dem Abend besonderen Glanz.
Tageblatt-online.de

Der Komponist entwickelt für seine Geschichte eine seltsam schöne Musik, die den Schnittpunkt von heimatlicher Tradition und westlichen Begegnungen nutzt. Den Heidelbergern darf aller Respekt gezollt werden, dass sie sich einer außerordentlich komplexen Aufgabe stellten! Der Chor ist grandios in seiner Darstellungskunst; Die Fokussierung aufs Wesentliche und ein suggestiver Zugang in fernöstliche Vorstellungswelten sind die Trümpfe dieser ambitionierten Einstudierung!
opernnetz

Vor allem die Musik dürfte dem mitteleuropäischen Publikum von „Ai-en“ in Erinnerung bleiben. Dafür sorgen die exzellenten Sänger der Hauptpartien – Ensemblemitglied Hye-Sung Na als Sakurako/Ryurei mit glockenhellem, klaren Sopran, der junge koreanische Gast Byoung-Nam Hwang –, dafür sorgen die aus dem Haus heraus sehr gut besetzten kleineren Partien, und dafür sorgen auch Holm und das Orchester.
Stuttgarter Nachrichten

Zur Uraufführung in Tokio 2006
Ganz unbekümmert knüpft das große Drama an die versunken geglaubte Tradition der großen Verdi-Oper an. Ganz selbstverständlich schlägt Mikis Musik einen unverwechselbar eigenen, heutigen Tonfall an. Es ist das Werk eines instinktsicheren Meisters, der selbst neugierig geblieben ist und glücklicherweise keine Lust verspürt, sich selbst oder sein Publikum zu langweilen.
Opernwelt

Kartenverkauf im Internet:
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TICKET - HOTLINE
06221 - 58 20000

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