A R C H I V: Florencia en el Amazonas

Szene aus Florencia

 

PREMIERE: Samstag, 29.04. 06,  19.30 Uhr, Theater Heidelberg

Europäische Erstaufführung

 

Daniel Catán

Marcela Fuentes-Berain

 

Florencia en el Amazonas

 

Philharmonisches Orchester Heidelberg

Musikalische Leitung Noam Zur

 

In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

 

 

Volar sin rumbo
perderme en la noche
lanzarme al fin
y con simple roce
el alba entera incendiar.

Richtungslos fliegen,
mich in der Nacht verlieren,
das Ende der Welt erreichen
und durch eine einfache
Berührung den Himmel
in Brand setzen.

 

Daniel Catán wurde 1949 in Mexico City geboren und zunächst mit Instru-mentalmusik bekannt. FLORENCIA ist seine zweite Oper und war in der Serie amerikanischer Opern an der Houston Grand Opera die erste, die wegen ihres großen Erfolges eine weitere Vorstellungsserie erlebte.

 

 

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Szene aus FlorenciaDie Operndiva Florencia Grimaldi ist den Amazonas abwärts auf dem Weg nach Manaus, wo ihre internationale Karriere ihren Ausgang genommen hatte. Wird sie ihren damaligen Geliebten, den Schmetterlingsfänger, wiedersehen? Da sie inkognito reist, wird sie von der jungen Journalistin Rosalba nicht erkannt, die ein Buch über sie geschrieben hat. Diese begegnet auf dem Schiff Arcadio, dem jungen Neffen des Kapitäns, sträubt sich jedoch gegen eine Romanze mit ihm.

 

 

 

 

 

 

Szene aus FlorenciaEbenfalls auf dem Schiff befinden sich das Ehepaar Paula und Alvaro, die auf dem besten Wege sind, ihre Liebe im Alltagsgezänk zu verspielen. Da wir uns in der Welt des magischen Realismus von Gabriel García Márquez befinden, der den Komponisten zu dieser Oper angeregt hat, wird diese Reise auch von dem Flussgeist Riolobo begleitet, der für einige Überraschungen sorgt.

Die Oper entstand nach Motiven aus dem Roman DIE LIEBE IN DEN ZEITEN DER CHOLERA, ohne dessen Handlung zu folgen. Die Überraschung in dieser vor acht Jahren in Houston (Texas) uraufgeführten Oper: Der mexikanische Komponist Daniel Catán braucht sich um die europäische Avantgarde nicht zu kümmern, und die Sänger lieben es, seine Kantilenen zu singen, die Musiker lieben es, seine Musik zu spielen.

So ist diese faszinierende Oper, die noch nie außerhalb Nordamerikas gespielt wurde, auch ein Plädoyer für die Vielfalt der Kunst und einen eigenen Weg in der „Neuen Welt“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zur Europäischen Erstaufführung findet vom 23.04. bis 29.04. eine Mexikanische Woche mit vielen Veranstaltungen in Heidelberg statt.

Lesen Sie auch Bernd Feuchtners Artikel Aus der neuen Welt: Inferno und Ekstase zur Europäischen Erstaufführung der Oper.

 

 

 

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