Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Annemone Taake

Konzert

3. Philharmonisches Konzert

Giuseppe Verdi Messa da Requiem

Giuseppe Verdis großbesetztes Requiem gehört zu den beeindruckendsten Werken der Kirchenmusik. Mit dem Requiem-Stoff beschäftigte sich Verdi, nachdem 1873 der Dichter Alessandro Manzoni verstorben war. Verdi offeriert der Stadt Mailand die Komposition einer Totenmesse für Manzoni – aufgeführt werden soll sie ein Jahr nach dessen Tod. Dankend nimmt die Stadt das Angebot an. Ähnlich wie Gioachino Rossini in seinem Stabat mater kombiniert auch Verdi traditionelle Elemente der Kirchenmusik, etwa Fugen und doppelchörige Passagen, mit dezidiert opernhaften Formen. Text und Abfolge entsprechen der römisch-katholischen Liturgie des Totengottesdienstes – dennoch wurde das Werk für konzertante Aufführungen geschrieben und besitzt als »Oper im Kirchengewand« eine besondere Stellung im Kanon der Kirchenmusik. Prägen politische Intrigen und Schicksalsschläge die Libretti der Opern Verdis, steht im Requiem der Mensch und sein unausweichliches Todesschicksal im Vordergrund.