Philharmonisches Orchester
Heidelberg
Foto Sebstian Bühler

3. Philharmonisches Konzert mit Verdis Requiem

Mit dem Heidelberger Bachchor, der Kantorei der Friedenskirche und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg war beim 3. Philharmonischen Konzert in der Stadthalle eine außergewöhnliche Besetzung zu hören. Vor ausverkauftem Haus leitete GMD Elias Grandy am 15. und 16.11.2017 Giuseppe Verdis Messa da Requiem.

»Eine Klangwand, wie man sie selten erlebt«, hätten die rund 250 Beteiligten in der Stadthalle aufgebaut, zeigt sich Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (17.11.2017) beeindruckt. »Etwas ganz Körperliches« besitze die Musik bei einer solchen Nähe von Publikum und Musikern, sie zeige sich hier als etwas, das das Publikum »direkt angeht, uns zu Tränen rührt oder Schauer über den Rücken jagt«. Die »Ernsthaftigkeit« mit der die »entscheidenen Stellen« dargeboten worden seien, habe die »opernhaften Effekte über das Theatralische weit hinaus ins zumindest Spirituelle« gehoben. »Bemerkenswert differenziert, ja geradezu zart« habe der Chor die »gewaltigen Klangmassen« gestaltet, ohnehin sei Verdis Requiem primär ein »Fest der Stimmen«. Hye-Sung Na habe ihrer Partie mit »glockenreinem Sopran Leuchtkraft« verliehen, »lyrische Größe« habe der Mezzosopran von Anna Peshes. Ein »höchst bewegendes ›Hostias‹« habe Tenor Angus Wood gestaltet und besonders gefiel dem Rezensenten Anton Keremditchiev, der neben »ausgezeichneter Artikulation« seinen »bemerkenswert farbenreichen Bassbariton höchst beweglich und ausdrucksstark eingesetzt« habe.
GMD Elias Grandys Verdi-Dirigat sei »tiefer, ernster, vielleicht substanzieller« als es bei einer Verdi-Oper gewesen wäre, vermutet der Rezensent, Grandy habe dabei auf »jedes Detail« geachtet und »Nuancen gewichtet« − Chor wie Orchester seien ihm dabei mit »größter Aufmerksamkeit« gefolgt.

Die vollständige Rezension können Sie im Online-Angebot der Rhein-Neckar-Zeitung lesen.